Naturschutzgebiete in Sachsen - Tafelsilber der Natur: Das NSG Um die Rochsburg

Die um 1190 erstmals erwähnte Rochsburg thront auf einem Felssporn hoch über der Zwickauer Mulde. Sie war ursprünglich von Buchen- und Tannenwäldern umgeben. Die Nutzung der Wälder als Bau- und Floßholz und für die Waldweide führte später zu fast kahlen Talhängen mit Eichen und Birken. Seit 1958 steht das knapp 144 ha große Gebiet als Naturschutzgebiet (NSG) unter Schutz.Heute wachsen verschiedene Eichen-Buchenwälder an den Talhängen, wärmeliebende Pechnelken-Eichenwälder an den nach Süden zeigenden Hang-Oberkanten, kühlfeuchte Geißbart-Ahorn-Schluchtwälder in den Tälern und verschiedene Auenwaldgesellschaften an den Bächen und an der Mulde.Der Schutzzweck des Gebietes besteht in der Erhaltung und Entwicklung eines tief eingeschnittenen Kerbtales mit naturnahen Wäldern, Felsen, Blockhalden und Nebentälern einschließlich artenreicher Lebensgemeinschaften von Pflanzen und Tieren.Bemerkenswert ist das Vorkommen von Pflanzen des Berglandes in relativ geringer Höhe (unter 200 m NN) wie z. B. Purpur-Hasenlattich, Wald-Geißbart, Gegenblättriges Milzkraut, Rippenfarn, Hain-Gilbweiderich und Hänge-Segge. Im Brauseloch fällt der Reichtum an Farnen und Moosen auf.Zur Brutvogelwelt des NSG gehören Hohltaube, Schwarz-, Grau- und Mittelspecht. Am Fluss kommen Wasseramsel, Gebirgsstelze und der Biber vor. Die Insekten sind noch nicht ausreichend erforscht.Die Rechtsgrundlagen für das Naturschutzgebiet Um die Rochsburg werden gegenwärtig überarbeitet.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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