Geologische Exkursion in den Muskauer Faltenbogen mit Dr. Goth

Der Muskauer Faltenbogen ist eine glazitektonische Großstruktur am Südrand der nordischen Inlandvereisung. Er besteht aus einem 45 km großen (im Durchmesser) Stauchmoränenbogen und einem Seebecken im Zentrum. Die Struktur erstreckt sich über die Bundesländer Brandenburg und Sachsen sowie die Republik Polen. Seine Entstehung verdankt der Faltenbogen einem Zungengletscher, der in der Elstereiszeit der von Norden heranrückenden Eisfront vorauseilte. Dieser Gletscher übte durch sein Gewicht und den Schub in Richtung seiner Bewegung einen gewaltigen Druck auf den Untergrund aus. Infolgedessen wurden die Sand-, Ton- und Kohleschichten unter dem Gletscher stark gepresst und vor seinem Rand als Schuppen und Falten aufgestaucht. Bis in eine Tiefe von 300 Meter wurde so die horizontale Lagerung des tertiären Lockergebirges zerstört. Später wurde der Faltenbogen durch nachrückendes Eis überfahren und bis auf eine flache Erhebung eingeebnet. Nach dem Abschmelzen des Eises bildete sich im Hinterland ein Eisstausee, der sich allmählich mit Schmelzwassersedimenten füllte. Das beherrschende geomorphologische Element des Muskauer Faltenbogen ist der Gieser. Diese Senken bilden sich durch die Oxidation der steilstehenden Kohleflöze. Bei der Exkursion besuchen wir einige Stationen im UNESCO-Geopark Muskauer Faltenbogen.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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Kurzinfos

  • Teilnehmergebühr: 0,00 - 75,00 EUR

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