Biomonitoring durch Flechten - Einführung in die Lichenologie

Die wohl seltsamste Organismengruppe unserer Natur stellen die Flechten (Lichenes) dar. Aufgrund ihrer Unscheinbarkeit und Seltenheit in der heimischen Natur werden sie von den meisten Menschen wohl übersehen oder für Moose gehalten.Sie überstehen extreme Schwankungen ihres Wassergehaltes unbeschadet und verhalten sich ebenso tolerant gegenüber extremen Temperaturen.Ein weiterer Superlativ betrifft ihre Lebensdauer. Viele Flechten wachsen extrem langsam. Eine auch besonders in den höheren Lagen des Erzgebirges heimische Flechtengattung, die sogenannte Landkartenflechte (Rhizocarpon) gilt als der Organismus mit der höchsten Lebenserwartung der gesamten LebeweltFlechten sind weltweit verbreitet. Als Unterlage nutzen Flechten praktisch jedes Material: natürliche Substrate ebenso wie vom Menschen geschaffene Oberflächen.Sie besitzen eine extreme Sensibilität gegenüber Luftverschmutzungen. Schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannte man, dass Flechten als Indikatoren für die Qualität der Luft dienen können. Inzwischen hat sich die Kartierung epiphytischer Flechten in Mitteleuropa zu einem Standartverfahren für die Darstellung der biologisch und für den Menschen relevanten Immissionssituation entwickelt.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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  • Teilnehmergebühr: 20,00 EUR

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