Tafelsilber der Natur: Exkursion in das NSG Hemmschuh

Die Exkursionsreihe „Tafelsilber der Natur“ stellt in loser Folge sächsische Naturschutzgebiete vor.Das NSG Hemmschuh liegt auf dem Kamm des Osterzgebirges unmittelbar an der Staatsgrenze zu Tschechien. Die Exkursion führt durch das regional größte Gebiet naturnaher Bergmischwälder. Das Waldgebiet am Hemmschuh (845,7 m über NN) ist mit einem Komplex montaner Fichten-(Tannen-)Buchenwälder bewachsen. Er umfasst sowohl Hainsimsen-Buchenwälder auf saurem Untergrund (Phyllit, Gneis, Glimmerschiefer) als auch Waldmeister-Buchenwälder auf Kalkböden (kristalline Urkalklinse). Auch Fichtenforste treten auf. Entlang des Holperbaches (= Grenzbach) kommen Bergwiesen vor.Die Buchenwälder im NSG beherbergen 64 Brutvogelarten, mehrere Fledermausarten, 182 höhere Pflanzenarten und viele Pilze, Moose und Flechten. Auch die Insektenfauna, soweit sie erforscht wurde, ist interessant.Im 16. Jahrhundert, als die ersten festen Häuser errichtet wurden, war der Hemmschuh „mit Buchen und Tannen gut bestockt, viel Kohl- und Floßholz wurde für die Altenberger und Freiberger Bergwerke geschlagen.“ 1870 wurde Rehefeld zum Hofjagdrevier. 1961 wurden zwei kleine NSG ausgewiesen, die man 1983 zur heutigen Größe von 253 ha zusammenführte. Im Jahr 2002 wurde eine forstliche Naturwaldzelle ohne Bewirtschaftung ausgewiesen (43,3 ha).Das NSG Hemmschuh repräsentiert zusammen mit dem NSG Weicholdswald, die naturnahen Buchenwaldgesellschaften der Kammlagen des Osterzgebirges.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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