Pfeifengraswiesen und borstige Rasen - Extensivgrünland zwischen Naturschutz und Pflege

Lebensräume im Grenzbereich landwirtschaftlicher Nutzung stehen oft im besonderen Interesse des Naturschutzes. Ein teilweise hoher Artenreichtum und das Vorkommen besonders seltener Arten, die auf extensive Bewirtschaftung oder gezielte Pflege angewiesen sind, zeichnen auch die beiden FFHLebensraumtypen Pfeifengraswiesen und Borstgrasrasen aus. Aus der FFH-Richtlinie ergibt sich die Verpflichtung, solche Flächen in einem günstigen Zustand zu stabilisieren und ungünstige Erhaltungszustände zu verbessern. Für beide Lebensraumtypen wurde im Rahmen der EU-Berichtspflichten aber sachsenweit ein ungünstiger Erhaltungszustand festgestellt. Zur Umsetzung der deshalb notwendigen Maßnahmen bieten sich vor allem die sächsischen Förderprogramme des Naturschutzes an. Damit die freiwilligen Maßnahmen im notwendigen Umfang und auf den entscheidenden Flächen in Sachsen zum Einsatz kommen, sind eine stärkere Vernetzung aller Akteure des behördlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes sowie eine intensivere Beratung der Flächeneigentümer und –bewirtschafter erforderlich. Für ein effektives Vorgehen sind aber auch Umsetzungsinstrumente außerhalb der EU-Förderung zu nutzen und weiter auszubauen. Die Veranstaltung soll den Informationsaustausch zwischen Naturschutzbehörden und Praktikern fördern und einen Grundstein für die weitere Zusammenarbeit vor Ort legen. Neben der Klärung fachlicher Fragen sollen auch Wege zur effektiveren Maßnahmenumsetzung diskutiert werden.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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