Kolloquium "Grundwassererwärmung in urbanen Gebieten - (k)ein Problem?"

Wie in anderen Großstädten auch, ist das Grundwasser im Innenstadtbereich der Landeshauptstadt Dresden durch auffällig hohe Temperaturen gekennzeichnet. Dieser Umstand wird seit 2006 zielgerichtet beobachtet und überwacht.

Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Sie reichen vom Einfluss der Uferfiltration bis hin zur Wärmeabstrahlung beheizter Tiefbauwerke auf das Grundwasser.

Die flächenhafte Grundwasserneubildung im Stadtgebiet wird zudem durch latent fortschreitende Versiegelung infolge Bebauung behindert und verringert. Zukünftig ist auch eine Reduzierung der Grundwasserneubildung durch klimatische Veränderungen nicht auszuschließen. In Verbindung mit dem Anstieg der Grundwassertemperatur sind erste, einschränkende Auswirkungen auf die Mengenbilanzierung des Grundwassers für bestimmte Nutzungszwecke (Kühlwassergewinnung) an relevanten Standorten nicht mehr zu übersehen. Durch die Erhöhung der Grundwassertemperatur können unter Umständen kältetechnische Anlagen nicht mehr effizient arbeiten.

Das Kolloquium, zu dem das Umweltamt der Landeshauptstadt Dresden hiermit herzlich einlädt, ist die Fortsetzung des Kolloquiums in 2010. Es soll die Problematik der hohen Grundwassertemperaturen nicht nur in Dresden sondern auch in anderen Großstädten aufgezeigt und über praktische, fachtechnische Lösungen berichtet werden.

Zur Sprache kommen auch wasserrechtliche Aspekte sowie der Stand von Forschungsvorhaben.

Die Anmeldung erbitten wir über das Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V.

 

Programm

09:00 Grußwort / Einleitung

Dr. Christian Korndörfer, Leiter des Umweltamtes Dresden

09:15 - 10:45 Uhr I. Block

Dr. Andreas Eckardt, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft / BWK LV Sachsen

Thermische Belastungen des Grundwassers – Diskussion auf Länderebene

Dr. Christian Griebler, Dr. Maria Avramov, Helmholtz-Zentrum München

Einfluss von Temperaturveränderungen auf die Grundwasserqualität und unterirdische Ökosysteme

Dr. Kirsten Ullrich, Umweltamt Dresden & Dr. Ronald Lewis, Planungsgesellschaft Scholz+Lewis mbH

Systematische Überwachung der Grundwassertemperatur in Dresden

10:45 -11:15 Uhr Kaffeepause

11:15 -12:45 Uhr II. Block

Alexander Limberg, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin

Auswirkung der Urbanisierung und des Klimawandels auf die Grundwasser-Temperatur von Berlin

Dr. Marec Wedewardt, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin

Genehmigungsrechtliche Aspekte bei der Zulassung von Erdwärmeanlagen in Berlin

Dr. Sven Rumohr, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Ergebnisse des Monitorings von großer geothermischer Anlagen im Vergleich zur Planung

12:45 Uhr – 13:30 Uhr Mittagspause

13:30 -15:30 Uhr III. Block

Stephan Klotzsch, TU Dresden

Auswirkungen des Parallelbetriebs von Erdwärmesonden und Wasser-Wasser-Wärmepumpen

Dr. Thomas Daffner, Dr. Carsten Leibenath, Umweltbüro Vogtland GmbH

Beispiele für Systemlösungen zur Nutzung von Grundwasserressourcen im Oberen Elbtal für Stadtklimatisierung und Geothermie

Dr. David Kuntz, Tewag Technologie - Erdwärmeanlagen - Umweltschutz GmbH

Modellgestützte Quantifizierung der Auswirkungen geothermischer Anlagen auf den Untergrund als Thermal Impact Faktor

Dr. Uli Uhlig, Grundwasser-Ingenieurbau-Planung GmbH Dresden

Aspekte der Wasserbeschaffenheit bei Wasser-Wasser-Wärmeanlagen am Beispiel der Wärmeversorgung von Schloss Pillnitz

15:30 Uhr Abschlussdiskussion und Ausblick

Jürgen Altmeyer, Abteilungsleiter, Umweltamt Dresden

Moderation:

Dittmar Piechniczek, Umweltamt Dresden

Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V.
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Ansprechpartner

Frau Claudia Helling
Telefon: 0351/4050 6 -76
E-Mail: chelling@dgfz.de

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