21. Fachtagung "Aufgaben der kommunalen Wasserwehren beim Hochwasserschutz"

Mit der "21. Fachtagung Kommunale Wasserwehren für Hochwasserschutz" wird die Fortbildungsreihe zum Thema Hochwasserschutz dieses Jahr in der Messe Dresden im Rahmen der FLORAN fortgeführt.Die allein in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017 aufgetretenen Hochwasserlagen im Freistaat Sachsen zeigen deren Häufigkeit und Ursachenvielfalt prägnant auf. So war die Hochwassersituation Ende Februar/Anfang März 2017 bedingt durch die Schneeschmelze in den Gebirgslagen, die durch Niederschläge verstärkt wurde. In den Oberläufen kam es zügigen, aber insgesamt unkritischen Anstiegen der Wasserführung. Die bestehenden Stauanlagen haben das ablaufende Hochwasser beherrscht und dabei merklich reduziert.Mitte Mai traten durch heftigen Starkregen verursachte unwetterartige Entwicklungen mit vereinzelten Überschwemmungsereignissen auf - so in Spitzkunnersdorf, nahe Zittau. Ende Juni führte Dauerregen zu einer weiteren Hochwassersituation in Teilen Sachsens. Die anhaltende Schlechtwetterlage im Juli durch ein ausgeprägtes Tiefdruckgebiet über Zentral- und Osteuropa bedeutete zudem immer wieder Hochwasserwarnungen für einzelne Flussgebiete im Freistaat Sachsen. Durch die hohe Bodenfeuchte führten besonders Ende Juli auftretende ergiebige Regenfronten, zum Teil mit zellenhaft verstärkten Niederschlägen, zu schnellen Abflüssen und damit steigenden Pegelständen. Größere flächenhafte Schadensereignisse traten in diesem Zeitraum glücklicherweise im Freistaat Sachsen nicht auf. Für die für den Hochwasserschutz auf den verschiedenen Ebenen zuständigen Akteure bedeutet der Ereignisabriss, weiter sensibel und vorausschauend am präventiven und abwehrenden Hochwasserschutz zu arbeiten. Dabei müssen auch immer wieder bestehende Elemente der kommunalen Schutzstrategien hinterfragt und ggf. neu justiert werden. Die Fachtagung bietet insbesondere Gelegenheit, Anregungen für die Verbesserung der gemeindlichen Informationsvorsorge, der Kommunikation der Gefahrenabwehrkräfte untereinander und für die Kooperation beim Hochwasserschutz aufzunehmen. Zudem wird die immer stärker in den Focus rückende private Eigenvorsorge der sächsischen Bürgerinnen und Bürger vor Überschwemmungen als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Gefahrenabwehr thematisiert.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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Kurzinfos

  • Teilnehmergebühr: 0,00 - 70,00 EUR

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