Das Archiv im Boden - Bodenschutz und archäologische Denkmalpflege

Die Funktionen des Bodens sind äußerst vielfältig: Böden bilden die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren, Pflanzen und Bodenorganismen. Sie speichern Wasser und Nährstoffe; auf Böden wachsen Bäume und Kulturpflanzen. Böden sind aber auch Zeugen natur- und kulturräumlicher Entwicklungen, denn sie geben Aufschluss über Klimaveränderungen und den Einfluss des Menschen auf seine Umwelt. Schließlich speichern Böden viele Relikte, die Menschen hinterlassen haben: Reste von Häusern und Befestigungen, Gräber und Depotfunde. Das Archiv im Boden umfasst im Freistaat Sachsen archäologische Zeugnisse aus über 300.000 Jahren Menschheitsgeschichte.Böden sind genauso gefährdet wie viele Pflanzen- und Tierarten in unserer natürlichen Umgebung. Durch Erosion geht regelmäßig mehr Boden verloren als sich im Lauf der Zeit nachbilden kann. Darunter leiden die natürliche Bodenfurchtbarkeit und genauso archäologische Strukturen, die allmählich abgetragen werden und verschwinden. Diese Prozesse vollziehen sich meist schleichend und sind kaum wahrnehmbar. Bei Starkregenereignissen verursachen Abschwemmungen erhebliche Schäden an Gebäuden und Straßen. Bei Trockenheit wird wertvolle Ackerkrume durch den Wind verweht. Schadstoffeinträge verändern die Bodenchemie und führen zur Korrosion von Metallobjekten vor allem in vorgeschichtlichen Gräbern. Ein besonderes Problem stellt die Flächenneuinanspruchnahme dar. Täglich werden in Deutschland hohe Anteile des natürlichen Bodens als Siedlungs- und Verkehrsfläche ausgewiesen.
Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt
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Veranstaltungsort

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  • Teilnehmergebühr: 0,00 - 10,00 EUR

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